Wie vermutlich die Mehrheit von euch weiß, darf ich Paddy jetzt seit fast einem Jahr bei Hochzeiten und Shootings assistieren. Soviel schon mal vorweg: es ist vermutlich die beste Starthilfe die man mir geben konnte.

Angefangen hat alles im Blitzworkshop von Paddy, ich war recht neu in Hamburg und wollte mich endlich weiter entwickeln in der Fotografie, mal über den eigenen Tellerrand hinausschauen, die Technik besser verstehen und einen schnellen, großen Schritt nach vorne machen. Im Workshop lernte ich, meinen damals neu erworbenen Blitz (Nikon SB-900) richtig einzusetzen. Klasse dachte ich, der erste Schritt ist getan, spontan und ungeplant erzählte ich Patrick dann auch gleich, dass ich eine Assistentenstelle suchen würde. Und siehe da, ein paar Wochen später fuhren wir gemeinsam nach Bielefeld für das erste Probeshooting einer Hochzeit. (Leider völlig umsonst wie sich schnell heraus stellte, aber wir wollen lieber nicht soviel darüber sprechen…)

Ich lernte in dieser Zeit so viel, dass ich gar nicht weiß wo ich anfangen soll…
Der Umgang mit dem Model, sämtliche technische Feinheiten in den Einstellungen, alles zum Thema Lichtführung, die Bedienung und das richtige Einsetzen von Reflektoren und Blitzen. Aber ebenso die Nachbearbeitung in Lightroom (und das obwohl ich ihm dabei nie über die Schulter geschaut habe), die anschließende Bereitstellung und Präsentation der Fotos für die Kunden. Zu fast jedem erdenklichen Thema aus der Fotografie und all ihren Randbereichen konnte ich etwas lernen und für mich mitnehmen! Diese Erfahrung ist für mich so viel mehr wert als jeder Forenbeitrag, jedes Lehrbuch und jeder Blogpost anderer Fotografen.

Bei einer langen Hochzeitsreportage gibt es so viele kleine Feinheiten und Situationen die sich in keinem Buch nachlesen lassen und wo einfach die Erfahrung zählt. Natürlich ist das keine echte eigene Erfahrung, aber es hilft ungemein vor dem ersten Sprung ins kalte Wasser.

Zugegeben ich hatte einen wirklich guten Lehrer, keine Frage! Technisch quasi allwissend und mit einem Blick fürs gute Motiv, konnte (und kann!) Patrick mir einiges beibringen. Deshalb ist es mal an der Zeit Danke zu sagen!
Falls ihr gar nicht wisst von wem ich hier eigentlich spreche, schaut euch unbedingt mal auf Patricks Blog oder Portfolio um!

Und auch wenn ich gerade selber recht viel Fotografieren darf, habe ich nicht vor mit dem Assistieren aufzuhören. Denn etwas zu lernen gibt es immer und quatschen kann man schließlich auch immer prima. ;)

Ich will hier aber nicht nur eine Lobeshymne predigen, sondern euch auch ermutigen!
Schließt das Forum, klappt das Buch zu und legt vielleicht auch mal die Kamera zur Seite. Wenn ihr das Verlangen habt tiefer in die Fotografie einzusteigen und ihr glaubt das andere Fotografen euch noch etwas beibringen können (und sei es nur der Umgang mit den Menschen/Kunden vor der Kamera), dann haltet doch mal Ausschau nach anderen Fotografen aus eurer Nähe. Selbst wenn kein “bekannter” Fotograf in eurer Nähe wohnt, helft euch untereinander! Greift euch bei Shootings gegenseitig unter die Arme, tragt dem Kumpel auch mal die Fototasche hinterher oder arbeitet zusammen an irgendwelchen kreativen Projekten. Es geht nicht darum hinter der Kamera zu stehen, es geht um die Erfahrung die man auch ohne den Blick durch den Sucher machen kann.

Ich bin ziemlich froh so viele Freunde um mich zu haben die sich ebenfalls mit der Fotografie beschäftigen. Man hat immer jemanden mit dem man Diskutieren kann und vor allem hat man Leute die sich gegenseitig aushelfen!

Also helft euch gegenseitig aus! Denn helfen hilft, euch vermutlich mehr als dem “Geholfenen”.

Da ich hier nicht völlig ohne Fotos dastehen will und das der perfekte Anlass für meine Fotos ist, gibt es hier noch einen kleinen Einblick in die Ausschnitte der Hochzeitsreportagen, für die Patrick so manche Hürde nehmen musste…

Dieses Jahr darf ich dank Patrick auch meine erste Hochzeit alleine (natürlich nehme ich jemanden mit^^) fotografieren! Und ich freu mich schon riesig!