Genau 42 Tage ist dieser Blog nun online. Es ist mein erster Blog und somit noch voller Krankheiten aus den Kindertagen und meiner Unerfahrenheit. Die Besucherzahlen sind okay, teilweise sogar über dem was ich erwartet habe, das ist toll. Es soll gar nicht viele anlocken, es soll einfach nur für mich eine eigene Plattform darstellen, auf der ich mich ein wenig austoben und mitteilen kann.

Auf die ganze Idee bin ich eigentlich nur durch Flo gekommen, in Braunschweig auf einer Jonglierconvention kamen wir ins Gespräch. Es faszinierte mich irgendwie, wie er die ganze Zeit irgendwas in sein Handy tippte und von seinem neuen Blog sprach. Er erzählt über Twitter, Hamburg, sein Informatik Studium und die Fotografie.
Nach diesem Wochenende, und der neuen Faszination Technik musste ich einfach meinen Twitter Account reaktivieren. Ich fing selbst wieder an zu twittern, wurde in Facebook aktiver und stellte meine Studienpläne komplett auf den Kopf. Ich war mitten drin ohne es selbst zu merken. Das klingt jetzt ziemlich naive und unüberlegt, aber ich war vorher schon nie wirklich sicher mit meinen Plänen. Eigentlich wollte ich Bio studieren, zweifelte aber jeden zweiten Tag selbst daran.

Ich fühle mich selbst ziemlich verändert, oder besser gesagt wieder gefunden. Ich bin nicht der BWL Student der ich einst sein wollte, ich bin auch nicht der Biologe der im Urwald arbeitet. Ich möchte am Fluss der Zeit leben, und am liebsten auch dort arbeiten. Ich hoffe das gelingt mir durch die Informatik ein wenig. Noch bin ich jedenfalls ziemlich zuversichtlich…

“Du musst jetzt doch nicht wieder twittern”, “Warum twitters du? Es interessiert doch keinen!”, solche Kommentare höre ich in letzter Zeit zwar öfters, aber es stört mich Null. Denn es zeigt mir, dass viele einfach nicht verstanden haben, was das ganze soll. Einer meiner Lieblingstweets hat das ganze wunderbar beschrieben. “Facebook ist für Menschen, mit denen du in der Schule warst, Twitter für die mit denen du gern gewesen wärst” Und genau darum geht es doch, man findet Leute die die selben Interessen haben, oder mit dennen man sich irgendwie verbunden fühlt. Man kann sich in einige hineinversetzten, über andere muss man Grinsen.

Genauso ergeht es mir mit den Blogs. Auch hier sagen viele, warum Blogs lesen steht doch eh nur unnützes Zeug drin. Gerade dieses unnütze Zeug was vom Mainstream abweicht, macht es doch interessant. Vor zwei Monaten habe ich mich noch gefragt warum RSS Reader und Feads eigentlich so beliebt sind. Der Vorteil zeigt sich schnell wenn die Liste der Lieblingsblogs länger wird. Man findet immer neue lesenswerte Seiten und verliert schnell den Überblick. Meinen Reader überprüfe ich jetzt teilweise morgens vom Handy aus.

Solange die realen Gespräche und Handlungen darunter nicht leiden, finde ich das alles wunderbar. Es macht mir Spaß wie kaum etwas anderes zuvor, und ich fühle mich näher am Fluss der Zeit. Vielleicht bin ich auch so fasziniert davon, weil Ostfriesland so weit von diesem Zeitstrom entfernt ist. Es ist jedenfalls genau das was ich lange gesucht hab. Das ganze ist für mich immer noch völlig neu, aber es macht Spaß immer neues zu finden, es lässt ein en selbst wieder kreativer werden und man lernt viele neue tolle Leute kennen.

Zwei Videos möchte ich dazu noch anhängen, beide handeln von den Problemen die unsere Medienlandschaft mit sich bringen. Sie sind zwar beide sehr bekannt allerdings  kann man sie sich nicht oft genug anschauen. Denkt drüber nach :)

Wenn ihr bis hierhin gelesen habt, kann ich nur Danke sagen :)